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Eine Frage des sozialen Friedens

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Thomas Paal, Regina Jacobs, Ulrich Bertam (von links) und Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins diskutierten in der Marienschule über Bildungsgerechtigkeit in Münster. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Vertreter von Stadt und Kirche diskutieren über Bildung in Münster

Die Inklusion, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung, muss an den Gymnasien und Realschulen in Münster verbessert werden. Darin waren sich die Teilnehmer des Forums „Bildung und Bildungsgerechtigkeit in Münster“ einig. Auf Einladung der Akademie Franz-Hitze-Haus und des Stadtkomitees der Katholiken diskutierten Vertreter von Kirche und Kommune in der Bischöflichen Marienschule miteinander über die Chancengerechtigkeit als eine Frage des sozialen Friedens in der Stadt.

  Gesprächsteilnehmer waren Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins vom Institut für Christliche Sozialwissenschaften der Universität Münster, Regina Jacobs, Leiterin der Abteilung Katholische Schulen im Bistum Münster, Ulrich Bertram, Schulleiter der Friedensschule, sowie Thomas Paal, Stadtdirektor und Leiter des Dezernats für Bildung, Jugend und Familie bei der Stadt Münster.

Es brauche mehr Geld für Bildung, forderte Weihbischof Zekorn. Die Frage aber müsse sein, wie dieses sinnvoll eingesetzt werden könne: „Wir wollen Inklusion, aber dann bedarf es auch multiprofessioneller Teams aus Lehrkräften, Sozialpädagogen und Psychologen.“ Deutschland sei außerdem Schlusslicht beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht. „Hier ist nicht nur eine entsprechende Ausstattung, sondern auch eine Strategie zum Erlernen von Medienkompetenz gefragt“, sagte Zekorn.

Regina Jacobs beschrieb die Situation an den kirchlichen Schulen in Münster. Neben drei Gymnasien gibt es eine Gesamtschule, ein Berufskolleg, ein Weiterbildungskolleg und eine Förderschule. „Wir unterstützen unsere Schulen besonders bei der Entwicklung ihres Profils“, erklärte Jacobs. Kinder aus sozial-schwachen Familien gebe es an allen Bischöflichen Schulen, jedoch sei die Zahl der Kinder aus Familien mit geringem Einkommen – mit Ausnahme der Papst-Johannes-Förderschule – relativ gering. Ebenfalls gering sei an den drei Gymnasien die Zahl der Kinder mit Förderbedarf.

Bildungsgerechtigkeit könne nur entstehen, wenn die Möglichkeit zur Bildungsteilhabe bestehe, sagte Stadtdirektor Paal. „Ohne eine weitfassende Inklusion geht es dabei nicht.“ Die Stadt Münster als kommunaler Träger habe dabei den Sozialraum Schule im Blick. „Es ist uns wichtig, ein System um die Schule herum zu bauen und so den Stadtteil zu stärken.“

Aus der schulischen Praxis berichtete Ulrich Bertram. Seit ihrer Gründung vor knapp 50 Jahren habe die Bischöfliche Friedensschule Kinder aus sozial-schwachen Familien aufgenommen. Unter dem Dach der Gesamtschule sollten eigentlich Hauptschule, Realschule und Gymnasium vereint sein: „Fakt ist aber, dass es in unserer Stadt kaum noch Schüler mit Hauptschulempfehlungen gibt“, stellte der Schulleiter fest.

Sozialethikerin Heimbach-Steins hatte zuvor betont, dass das Potenzial der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund stehen müsse: „Jeder kann etwas, aber keiner ist alleine stark.“ Jeder Schüler müsse die Chance erhalten, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken.

Christmas Carol Service im St.-Paulus-Dom

Mit seiner über 20-jährigen Tradition erfreut er sich in jedem Advent großer Beliebtheit: der deutsch-englische Weihnachtsliedergottesdienst (Christmas Carol Service) im St. Paulus-Dom Münster.

In diesem Jahr findet er am Montag, 4. Dezember, um 18 Uhr statt. Veranstalter des Carol Service sind die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Münster (ACK) und das Domkapitel. Sie greifen damit eine Tradition der englischen Kirchen auf. Markenzeichen des Gottesdienstes ist die Kombination aus gemeinsam zweisprachig gesungenen Weihnachtsliedern beziehungsweise Christmas carols, Lesungen von Muttersprachlern beider Seiten sowie Instrumentalstücken.

Ursprünglich feierten vor allem die britischen Streitkräfte mit ihren Familien den Carol Service. Nach und nach kamen viele weitere Gottesdienstbesucher hinzu, die den britischen Familien verbunden waren oder diese Art von Gottesdiensten in Großbritannien schätzen gelernt hatten. Auf dieser Grundlage hat sich der Carol Service auch nach dem Abzug des britischen Militärs aus Münster gehalten. Statt britischer Musikkapellen musiziert nun das Luftwaffenmusikkorps Münster der Bundeswehr unter der Leitung von Christian Weiper. Der Eintritt zu dem Gottesdienst ist frei.

Bildung und Bildungsgerechtigkeit in Münster

Eine Frage des sozialen Friedens in der Stadt

Das Stadtkomitee der Katholiken und die Akademie Franz Hitze Haus laden zum Gesprächsforum am Donnerstag, 16. November 2017, 18:30 bis 20:30 Uhr in der Marienschule, Hermannstr. 21, Münster ein. Als Referenten und für die Podiumsdiskussion beteiligen sich Ulrich Bertram (Schulleiter Friedensschule Münster), Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins (Institut für Christliche Sozialwissenschaften, Uni Münster), Regina Jacobs (Leiterin Abteilung Katholische Schulen), Stadtdirektor Thomas Paal (Leiter des Dezernats für Bildung, Jugend und Familie, Stadt Münster) und Weihbischof Dr. Stefan Zekorn.

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VITAmorphose in St.-Lamberti-Kirche

Laser, Licht, Musik und Duft sollen Münsters Stadtkirche St. Lamberti in einen mystisch-emotionalen Raum verwandeln.

„VITAmorphose“ heißt die multisensuale Kunstinstallation der Pfarrei St. Lamberti, die an den beiden Feiertagen zum Monatsende (Reformationstag, 31. Oktober und Allerheiligen, 1. November) stattfinden wird.

Eines der Hauptmotive der Installation innerhalb der Kirche wird ein 70 Meter langer blauer Lichttunnel sein. Es wird hervorgehoben, was im historischen Raum vorhanden ist, etwa der Taufbrunnen oder das Christusfenster. Im Außenbereich wird der charakteristische Turm der Kirche in pulsierendes blaues Licht gehüllt.

Musikalisch begleitet wird die Lichtinstallation von einem Mix aus traditioneller Orgelimprovisation und modernem Elektro- und Ambient-Sound. An der Duftinszenierung wirken der renommierte Parfümeur Marc von Ende und der Zellphysiologen Prof. DDDr. Hans Hatt (Ruhr-Universität Bochum) mit. Ausgedacht haben sich das Ganze die Konzeptkünstler Rupert König und Marius Stelzer, beide Pastoralreferenten in Münster, die schon im vergangenen Jahr eine vergleichbare Installation im Kölner Dom verwirklichten. Im Auftrag der Pfarrei St. Lamberti entwickelten sie speziell für die Stadtkirche ein künstlerisches Konzept. Den Initiatoren geht es darum, ein starkes spirituelles Signal in die Stadt und ins Münsterland zu senden. 

Konzeptionell lehnt sich die „Vitamorphose“ an das Projekt „silentMOD“ an, welches anlässlich der Gamescom 2016 in der Rheinmetropole stattfand und auf bundesweite Beachtung gestoßen war. Rund 50.000 Menschen hatten dort diese besondere Installation besucht.

Beginn jeweils 17 Uhr, 18 Uhr Gottesdienst, im Anschluss ist die Kirche bis in die Nacht hinein geöffnet. 

St. Joseph Münster-Süd als ökofaire Kirchengemeinde zertifiziert

Mit dem Zertifikat "ökofaire Kirchengemeinde" gewinnt das Engagement der Kirchengemeinde St. Joseph Münster-Süd für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung weiter an Fahrt. Weihbischof Dr. Stefan Zekorn überreichte den Verantwortlichen der Kirchengemeinde am Ende eines festlichen Gottesdienstes am 15. Oktober die Auszeichnung. "Jedes erfolgreiche Unternehmen braucht ,burning persons', also Menschen, die für ihre Idee brennen – und die gibt es hier bei Ihnen seit vielen Jahren", lobte der Weihbischof die zahlreichen Gruppen und Initiativen, die sich – mit unterschiedlichen Schwerpunkten – für eine gerechtere Zukunft einsetzen.

"Zukunft einkaufen" heißt das Projekt, das auf dem Weg zu einer glaubwürdig wirtschaftenden Pfarrei Meilensteine setzen will und mit einer entsprechenden Plakette auch offiziell angestoßen wurde. Pfarreiratsmitglied Marcus Schäfer erläuterte gemeinsam mit Udo Schonhoff, Leiter der Ökofair-Steuerungsgruppe, in der Heilig-Geist-Kirche, dass der Veränderungsprozess von der ganzen Gemeinde mitgetragen werde. "Das leidenschaftliche Engagement beispielsweise der Jugendlichen in der Katholischen Jungen Gemeinde ‚Fairer Handel‘ sorgt seit vielen Jahren dafür, dass hier von der Basis her der Gedanke des fairen Handels und der Verantwortung für eine gerechtere Welt lebendig ist."

In seiner Predigt über das Gleichnis von den Gästen, die der Hochzeits-Einladung eines Königs fern bleiben, fand Weihbischof Zekorn Parallelen zum heute vielfach zu erlebenden Egoismus. "In Amerika etwa scheint ein ganzes Land auf einem Ego-Trip", kritisierte er die Einstellung "America first", die die globale Perspektive aus den Augen verliere. Wachstum um jeden Preis sei nicht die Lösung für die Probleme von Armut und Ungerechtigkeit, von unkontrolliertem Ressourcen-Verbrauch oder für die Folgen der Klimaveränderung. 

Das Projekt "Zukunft einkaufen" will in den kommenden zwei Jahren überprüfen, ob Einkäufe und Anschaffungen in der Kirchengemeinde den fairen und ökologischen Kriterien genügen – von Kaffee und Tee über Papier bis hin zu Strom und Wärme. Die entsprechende Arbeitsgruppe will mittelfristig auch konsequent auf die Bereiche Energieversorgung, Abfallvermeidung, Bauen und Renovieren schauen. "Damit bauen Sie das globale und ökologische Profil und Engagement Ihrer Pfarrei weiter aus", sagte Zekorn. "Dabei sind der Einsatz für global faire Arbeitsbedingungen und gerechte Handelsstrukturen, die Ächtung von Unterdrückung und Gewalt und der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung wesentliche Grundpfeiler Ihres kirchlichen Engagements." 

Ein kleiner Markt der Partnerschaftsgruppen sowie Suppe und Kaffee vor der Kirche leiteten bei sommerlichen Temperaturen über zum anschließenden Pfarrkonvent, auf dem der Lokale Pastoralplan mit seinen bisherigen Leitmotiven weiter diskutiert wurde. Auch er will helfen, Zukunft einzukaufen statt sie zu verkaufen.

Letzte „10-Minuten-Andacht“ in der Dominikanerkirche nach 43 Jahren

Zum letzten Mal findet am Freitag, 29. September, die „10-Minuten-Andacht“ in
der Dominikanerkirche statt. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

​Nur zehn Minuten. Eine kurze Auszeit mitten im Alltag. Gestaltet durch Orgelmusik, ein Bibelwort mit Ansprache, ein Gebet und Stille. Mehr als 10.000 Mal hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Münster dieses Format in den vergangenen Jahrzehnten in der Dominikanerkirche angeboten. Immer montags bis freitags um 17 Uhr. Mit der bevorstehenden Profanierung, also der Entweihung der Kirche, endet diese Ära. Am Freitag, 29. September, um 17 Uhr findet nach 43 Jahren die letzte „10-Minuten-Andacht“ statt. 

„Früher hat der Kreis der Vorbereitenden jeweils ein Wochenthema festgelegt, an dem sich die Andacht inhaltlich orientiert hat“, weiß Annethres Schweder, Vorsitzende der ACK Münster, aus der Chronik. Das habe sich geändert. In den vergangenen Jahren hätten sich die Prediger auf die Bibeltexte des Tages bezogen, manchmal auch ein Thema in den Mittelpunkt gestellt, das gerade aktuell gewesen sei. Rund 20 Haupt- und Ehrenamtliche aus den Mitgliedskirchen der ACK gehörten bis zuletzt zum Vorbereitungsteam. 

Auch wenn die Anzahl der Besucher in den vergangenen Jahren abgenommen hat, beobachtet Schweder besondere Stoßzeiten: „In der Adventszeit und in den Sommerferien, wenn viele Touristen Münster besuchen, saßen auch schon mal 60 bis 70 Personen in der Dominikanerkirche.“ Einen Grund sieht die ACK-Vorsitzende in der zentralen Lage des Gotteshauses: „Die Kirche befindet sich mitten in der Fußgängerzone, die Leute kommen während ihres Einkaufs daran vorbei.“ Auch das kurz vorher einsetzende Glockengeläut und ein großer Aufsteller vor der Kirchentür habe die Passanten auf die Andacht aufmerksam gemacht.
Eine kurze Pause, ein kurzer Impuls – bis heute kommen Besucher dieser Einladung nach. „Hier findet Seelsorge statt“, erklärt Schweder, die früher selbst zum Vorbereitungsteam gehörte. Nach der Andacht werde der jeweilige Prediger häufig von Teilnehmenden angesprochen, „eine Gelegenheit, die Seele ins Gespräch zu bringen“, sagt die Vorsitzende.

Sie sieht die Einstellung der „10-Minuten-Andachten“ aus Anlass der Profanierung als eine Chance, darüber nachzudenken, wie Kirche ihren Dienst in der heutigen modernen Welt gestalten kann. Das city-pastorale Angebot in der Dominikanerkirche werde mit der letzten Andacht nicht beerdigt, sondern ermögliche die Entstehung alternativer Formen. „Es geht weiter“, ist sie sich sicher. Demnächst wird sie mit anderen in der City-Pastoral aktiven Gremien in Münster darüber nachdenken, wie diese Form der Seelsorge in der heutigen Zeit aussehen kann.

Die „plattdütschke Andachten“ bleiben, so viel steht bereits fest. Diese Form der „10-Minuten-Andacht“, die es seit 2012 gibt und die durchschnittlich die meisten Besucher in die Kirche gezogen haben, finden ab demnächst in der evangelischen Erlöserkirche statt.

Die ACK Münster lädt zur letzten „10-Minuten-Andacht“ am Freitag, 29. September, um 17 Uhr in die Dominikanerkirche ein.

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