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Kirchenasyl ist die „Ultima Ratio“

Dr. Julia Lis vom Institut für Theologie und Politik und Helmut Flötotto, Flüchtlingsbeauftragter des Bistums Münster, diskutierten im Franz-Hitze-Haus über Kirchenasyl. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Thomas Mollen

Als „Ultima Ratio“ angesichts drohender humanitärer Härten hat der Flüchtlingsbeauftragte des Bistums Münster, Helmut Flötotto, das Gewähren von Kirchenasyl bezeichnet. Bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema in der Akademie Franz-Hitze-Haus machte er deutlich, dass Kirchengemeinden und Ordensgemeinschaften keinen „rechtsfreien Raum“ für sich in Anspruch nehmen könnten.

Kirchenasyl diene ausschließlich dazu, „Gefahren für Leib und Leben, drohende Menschenrechtsverletzungen oder individuell unzumutbare Härten für den Einzelnen“ abzuwenden. Ziel müsse es sein, im konkreten Einzelfall eine erneute rechtliche Prüfung des jeweiligen Falles zu ermöglichen und somit im Einvernehmen mit den Behörden nach Recht und Gesetz eine Lösung zu finden. Nicht jede Notlage könne und dürfe zur Gewährung eines Kirchenasyls führen, machte Flötotto deutlich. Die Gefahren für Leib und Leben des einzelnen Menschen müssten konkret und individuell benannt werden können. 

Ausdrücklich warnte er davor, Kirchenasyl als politisches Instrument zu missbrauchen. Es sei „ungeeignet, um nationale oder europäische Flüchtlingshilfe zu gestalten.“ Kirche und Caritas setzten sich für eine verantwortungsvolle Flüchtlingspolitik ein, deren Ergebnis nicht „Festung Europa“ und Grenzzäune sein könnten. Sie stünden ein für Aufnahmebereitschaft und das Recht eines jeden Schutzsuchenden auf individuelle Prüfung seines Schutzanspruches nach rechtsstaatlich abgesicherten Verfahren. Trotz enormer Anstrengungen zur Integration Geflüchteter sei „eine ethisch verantwortliche Flüchtlingspolitik insgesamt nicht erkennbar“.

Dr. Julia Lis vom münsterschen Institut für Theologie und Politik beleuchtete das Thema Kirchenasyl aus historischer und theologischer Sicht. So bilde die Exodus-Erzählung im Alten Testament eine der Grundlagen für das Handeln. Die von Gott geführten, aus Ägypten wegziehenden Israeliten könne man aus heutiger Sicht als „Wirtschaftsflüchtlinge“ bezeichnen. Die Erzählung mache die enge Verbindung von religiösen und gesellschaftlich-politischen Motiven deutlich, zwischen denen man der evangelischen Theologin Dorothee Sölle zufolge nicht mehr unterscheiden könne. Lis äußerte unter Bezug auf den Ökonomen und Befreiungstheologen Franz Josef Hinkelammert, das Gewähren von Kirchenasyl könne auch dann gerechtfertigt sein, wenn es nicht legal sei. In diesem Fall werde ein rechtsfreier Raum „durch Gerechtigkeit gefüllt“.

„Frieden heißt, die Würde eines jeden Menschen achten“

Stadtdechant ruft bei ökumenischem Friedensgebet zur Toleranz auf

Eine Brücke des Friedens, der Buntheit und der Menschlichkeit in den Friedenssaal des Münsteraner Rathauses zu schlagen: Dazu hat Stadtdechant Jörg Hagemann bei einem ökumenischen Gebet am 10. Februar in der Überwasserkirche in Münster aufgerufen. Während fast zeitgleich die AfD (Alternative für Deutschland) im Rathaus ihren Neujahrsempfang veranstaltete, hatten die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), das katholische Stadtdekanat und der evangelische Kirchenkreis Münster zu dem Gottesdienst eingeladen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf und setzten so ein Zeichen, wie es Hagemann sagte, „für Toleranz, Dialogbereitschaft, Fremdenfreundlichkeit und die unantastbare Würde jedes Menschen“.

„Frieden ist so viel mehr als Abwesenheit von Krieg; Frieden heißt, die Würde eines jeden Menschen zu sehen, zu achten und zu leben“, erklärte Hagemann in seiner Predigt. Er sei davon überzeugt, dass dieser Frieden nur gelebt werden könne, „wenn wir uns dem Fremden und den einzelnen Fremden zuwenden“. Nicht überhören wolle er dabei die Angst vieler Menschen, auch in Münster. „Natürlich erschreckt es, wenn wir uns Gedanken über mögliche Terroranschläge machen müssen, wenn wir auch hier in Münster beim Weihnachtsmarkt oder den bevorstehenden Karnevalsveranstaltungen quergestellte Busse zum Schutz gegen unmenschliche Gewalt erleben“, sagte er. Der Terror komme jedoch nicht durch Flüchtlinge ins Land, die Schutz suchten. „Nein, die große Mehrzahl der Flüchtlinge sucht doch in unserem Land Schutz, weil sie vor genau diesem Terror fliehen“, betonte der Stadtdechant eindringlich.

In Anlehnung an eine Bibelstelle aus dem Petrusbrief forderte er dazu auf, „die Spirale des Hasses und der Angst“ durchzuschlagen. „Dies kann nur mit einem Schritt aufeinander zu geschehen. Wir, jeder und jede von uns, ist dazu berufen zu segnen, nicht zu hassen“, sagte er. Mit den Worten „Pax optima rerum“ (frei übersetzt: Der Frieden ist das Beste, was die Natur dem Menschen bescherte) erinnerte Hagemann an das Motto des Westfälischen Friedens: „Dieses Motto ist in eine Gussplatte des Friedenssaales förmlich für uns und alle, die sich in unserem Rathaus versammeln, eingegossen.“

Als Zeichen der Hoffnung gegen Unfriede und Terror entzündeten die Anwesenden Kerzen und formulierten in Stille Fürbitten.

Die gesamte Predigt von Stadtdechant Hagemann finden Sie hier.

"AufKLANG - Suche Frieden"

Mit einem Fest in Münster starten das Bistum und die Stadt offiziell die Vorbereitungen und die Einstimmung auf den Katholikentag 2018. 

Alle Pfarreien, Verbände, Institutionen, Gruppen und Einrichtungen sind dazu schon jetzt ganz herzlich am Samstag, 13. Mai 2017, ab 13:30 Uhr eingeladen. 

Nach einem musikalischen „AufKLANG“, bei dem hoffentlich zahlreiche Musikgruppen aus unseren Pfarreien, Einrichtungen, Verbänden etc. auf den Plätzen der Innenstadt für musikalische Unterhaltung sorgen, feiert Bischof Dr. Felix Genn um 17:00 Uhr einen Wortgottesdienst im Dom. Anschließend klingt der Tag auf dem Domplatz aus. 

Eine gesonderte Einladung dazu wird Anfang März 2017 erfolgen. 

Für den musikalischen „AufKLANG“ bitten wir aber jetzt schon um Mithilfe und hoffen dabei auf große Beteiligung aus dem Bistum. 

Alle Musiker, musikalischen Gruppen und Ensembles aus den Pfarreien, Verbänden, Institutionen, Gruppen und Einrichtungen, die Lust und Interesse haben, an der Auftaktveranstaltung mitzuwirken, finden die nötigen Informationen hier.

Ehrenamtspreis des Bistums Münster

„Wie wunderbar ist es doch, dass niemand auch nur einen einzigen Augenblick warten muss, bevor er beginnen kann, die Welt zu verbessern." Und wie wunderbar ist es, um die Aussage von Anne Frank noch ein wenig zu erweitern, dass es so viele Menschen gibt, die schon längst damit begonnen haben, unsere Welt zu verbessern. Unser Gemeinwesen und auch unsere Kirche wären ohne diese Menschen um vieles ärmer und nicht denkbar. Dennoch nehmen wir es viel zu häufig als selbstverständlich hin, dass es auch im Bistum Münster unzählige Menschen gibt, die mit ihrem Einsatz in Kirche und Gesellschaft unsere Welt besser machen, Gutes tun, für andere da sind.

Diesen Einsatz wollen wir im Bistum Münster mit einem neu geschaffenen Preis auszeichnen, würdigen und wertschätzen, mit dem „Ehrenamtspreis des Bistums Münster". Mit dem Preis sollen Menschen, Initiativen und Projekte ausgezeichnet werden, die anpacken, wo sie Not erleben. Die künftigen Preisträger helfen ganz praktisch, wo andere Unterstützung und Zuwendung brauchen. Sie setzen sich ein für die Bewahrung der Schöpfung und für Gerechtigkeit – bei uns und weltweit. Sie machen sich stark für die Vision einer besseren Welt. Oft tun sie es aus ihrem christlichen Glauben heraus und geben so bewusst ein Glaubenszeugnis. Gleichwohl ist der Preis nicht für katholische Initiativen „reserviert". Wir freuen uns, wenn sich auch Projekte anderer Konfessionen, Religionsgemeinschaften oder von Privatpersonen um den Preis bewerben.

Infoflyer EhrenamtspreisBewerbungsformular

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