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Stadtdekanat veröffentlicht kirchliche Statistik für 2025

Das Bistum Münster ist weiterhin das mitgliederstärkste deutsche Bistum. Das geht aus der kirchlichen Statistik für das Jahr 2025 hervor, die am 16. März bundesweit veröffentlicht wurde. Ende vergangenen Jahres zählte das Bistum Münster 1.589.793 Katholikinnen und Katholiken und damit rund 12.000 mehr als das Erzbistum Köln, das lange das mitgliederstärkste deutsche Bistum war. Die Zahl ist im Bistum Münster um gut 40.000 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Im Stadtdekanat Münster ist die Zahl der Kirchenaustritte 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Allerdings blieb sie auf einem hohen Niveau. 2.227 Katholiken erklärten ihren Austritt, das waren 431 (2024: 2.658) weniger als im Vorjahr. 

34 Personen, die sie früher einmal verlassen hatten, traten im Stadtdekanat Münster im vergangenen Jahr wieder in die katholische Kirche ein, hinzu kamen neun Eintritte aus anderen christlichen Konfessionen. 583 Menschen wurden durch die Taufe in die Kirche aufgenommen, 37 weniger als 2024. Die Katholikenzahl im Stadtdekanat lag Ende des vergangenen Jahres bei 117.577 (2024: 121.267). 

Etwas gestiegen ist 2025 im Stadtdekanat Münster die Zahl der Menschen, die sonntags zum Gottesdienst gegangen sind. 2025 waren es 6.710 Katholiken (2024: 6.287). Ebenfalls leicht gestiegen sind die Zahlen der Erstkommunionen (2024: 861; 2024: 758) und der Firmungen (2025: 465; 2024: 389). In etwa gleich geblieben sind im vergangenen Jahr die Zahlen der kirchlichen Trauungen (2025: 125; 2024: 132), und der Bestattungen (2025: 973; 2024: 1.078). 

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Regionalbischof für das Stadtdekanat Münster, erklärt: „Die Zahl der Katholiken ist durch Kirchenaustritte und den demographischen Wandel leider auch im vergangenen Jahr zurückgegangen. Gleichzeitig ist es für mich immer wieder faszinierend zu erleben, wie viele Menschen sich in der katholischen Kirche engagieren. Mein Dank gilt allen, die durch ihre Zugehörigkeit die Kirche mittragen. Durch ihren Beitrag an Kirchensteuer können wir in den Bereichen Bildung und soziale Arbeit viel für die Gesellschaft leisten. Zudem können wir dadurch viele Kirchen und Versammlungsräume, die häufig auch nichtkirchlichen Gruppen dienen, erhalten. Und wir können ganz konkret Menschen unmittelbar vor Ort in den Krisengebieten der Welt helfen, zum Beispiel in der Ukraine und in Syrien.

Besonders danke ich all denen, die sich ehren- und hauptamtlich in unseren Gemeinden und Einrichtungen engagieren und der Botschaft Jesu Christi ein Gesicht geben. Das fängt an in den Kitas und Schulen und reicht bis zu den vielen Menschen, die von der Caritas und anderen Beratungsstellen Hilfe und Unterstützung erfahren.

Erfreulicherweise nehme ich bei den unter 30-Jährigen ein zunehmendes Interesse an Glaubensfragen wahr. Dies zeigt sich nicht in wachsenden Zahlen, sondern in einem lebendigeren Interesse am Glauben zum Beispiel bei denen, die sich für die Firmung entscheiden oder die erst im Laufe eines Studiums den Glauben für sich entdecken. Unsere Herausforderung ist es, Menschen Möglichkeiten anzubieten, den Glauben besser kennenzulernen und die Lebenshilfe zu entdecken, die er bietet. Der christliche Glaube gibt vielen Menschen Orientierung, Kraft und Zuversicht. Er hilft uns auch, die Herausforderungen der krisenhaften Zeiten zu meistern, in denen wir leben.“